Grabmal Kosten Grabmal Preise Grabmal kaufen

Grabmal-e.de


Service-
Hotline
06343-9886940
Mehr Informationen

Grabmal - kulturel

Das Aussehen eines Grabmals hängt nicht nur von den persönlichen Vorlieben, den Gegebenheiten und Bestimmungen der Friedhofsverwaltung ab, sondern es wird auch von der Religion bestimmt. Die Größe des Grabmals, die Aufschrift, zum Einsatz kommende Ornamente und manches mehr ist stark abhängig von der jeweiligen Kultur. In unseren Breitengraden sind stehende oder liegende Grabmale beliebt, doch noch vor gar nicht allzu langer Zeit fand man fast ausschließlich stehende Grabsteine in christlichen Breitengraden. Aufschriften enthalten zumeist das Geburts- und Sterbedatum sowie den Namen des Verstorbenen. Bilder des Verstorbenen sind ebenfalls in vielen Ländern üblich, in Deutschland aber sieht man dies bisher nur selten bzw. in bestimmten Regionen. Fast auf jedem Grabmal hingegen findet man Ornamente, christliche Symbole und Ähnliches. In evangelischen Kreisen sind auch häufig Sprüche aus der Bibel zu finden, nicht selten handelt es sich hierbei um Äußerungen Martin Luthers. 


Mazevot heißt das Grabmal im Judentum, sie werden in der Regel mit den verschiedensten Symbolen versehen. Segnende Hände gehören unter anderem häufig dazu. Sie geben über die Bedeutung des verstorbenen Menschen zu seinen Lebzeiten Auskunft. Eine weitere Besonderheit, die Grabmale im Judentum aufweisen, sind beidseitige Inschriften. Auf der einen Seite zumeist der Rückseite erfolgt die Inschrift in der jeweiligen Landessprache und auf der anderen Vorderseite ist die gleiche Inschrift in Hebräisch zu lesen. Eine weitere Besonderheit ist darin zu sehen, dass nicht nur der Name des Verstorbenen angegeben wird, sondern auch der des Vaters. Übrigens ist es im Judentum Brauch einen Kieselstein auf dem Grab bzw. dem Grabmal des Verstorbenen zu legen, wenn man dieses besucht. Bis ins 18. Jahrhundert folgte man in der Gestaltung der Gräber und des Grabmals der Ansicht, dass im Tod alle Menschen gleich sind, das heißt, alle Gräber waren gleich. Danach orientierte man sich mehr an den Gräbern der Christen und ging zu einer individuellen zum Teil sehr prunkvollen Gestaltung über. 

Auf einem Grabmal in Japan ist lediglich der Familienname zu lesen, der Vorname ist, sofern er überhaupt angegeben wurde, auf der Rückseite zu finden. Ansonsten ist die Gestaltung der Grabmäler im Land der aufgehenden Sonne je nach Region und Geschmack der Familie sehr unterschiedlich. Nicht selten spielen auch Bräuche für die Wahl des Grabsteins eine große Rolle. Zum Obon-Fest werden in Japan die Gräber der Familien besucht. Über den Namen und das Alter gibt das Grabmal im Islam Auskunft und dies sowohl im Lunarkalender des Islam als auch im georgianisch orientierten Solarkalender. Nicht selten sind auch die Namen des Vaters und der Mutter enthalten. Bilder des Verstorbenen in den verschiedensten Formen und Blumenornamente sind ebenfalls häufig auf Grabmalen zu finden. Die Todesursache bzw. Hinweise darauf, Hadithen und Koranverse werden recht oft auf das Grabmal geschrieben. Natürlich gibt es Unterschiede, diese resultieren aus dem sozialen, wirtschaftlichen und politischen Status. Zudem beeinflussen Ethnie und Heimatland das Aussehen der Gräber und Grabmale.