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Das Tau-Kreuz als Grabmal

Wer über einen Friedhof geht, der sieht Grabmale in vielfältiger Form und Ausführung, Auch die Materialvielfalt der schmückenden Grabdenkmäler ist größer denn je und für alle Belange der Hinterbliebenen lässt sich das Gewünschte finden. Herrschte vor wenigen Jahren noch das Kreuz in seiner gewohnten Form vor, höchstenfalls ergänzt durch schlichte Platten, in die Namen und Daten der Verstorbenen graviert waren, gibt es heute auch viele Grabsteine, die in ihrer Form an ein „T“ erinnern.


Dieses Kreuz unterliegt verschiedenen Interpretationsansätzen. Einige vergleichen es mit dem lateinischen Buchstaben und ordnen es unter dem Begriff „Thomaskreuz“ auch dem Apostel Jesu zu. Er war der einzige, der bei der Auferstehung Jesu nicht anwesend war und diese bezweifelte. Nachdem Jesus ihn aufforderte, seine Wunden zu berühren, glaubte auch er an die Auferstehung. So mag dieses "T" die Gläubigen erinnern, dass der Auferstehungsglaube oft nicht leicht nachzuvollziehen ist, wir aber doch ohne eindeutigen Beweis darauf hoffen dürfen, dass uns nach unserem Tod ewiges Leben geschenkt wird. Zudem findet man das T als letzten Buchstaben des phönizischen Alphabets, das somit auch als Zeichen für das Lebensende gedeutet werden kann.

Die Grabsteine auf unseren Friedhöfen gelten den Lebenden als sichtbares Zeichen, dass dort ein Mitmensch begraben liegt. Aus diesem Grunde befinden sich drauf häufig auch der Name, meist sogar Geburts-und Sterbedatum des Begrabenen, was daraus einen sehr individuellen und personalisierten Hinweis auf das Grab eines Angehörigen darstellt. Da die meisten Grabstätten einige Jahrzehnte erhalten bleiben sollen, werden an die Eigenschaften eines Grabmals besondere Anforderungen gestellt. Ist da in erster Linie die Aufgabe der Repräsentation zu sehen, sollte das aufgestellte Denkmal auch witterungsbeständig sein. Die Besonderheit der „T“-Form eines Grabsteines ist augenfällig und schmückt die Grabstätte auch während der kalten Jahreszeit, wenn nur wenige Blumen gedeihen.

Bei einem Blick auf die besondere Symbolkraft und Ausstrahlung der T-Form, die uns an jemanden erinnert, der uns mit weit geöffneten Armen empfängt und umfängt, können vor allem Hinterbliebene in dieser Form Trost erfahren. Sei es, dass der Gestus der ausgebreiteten Arme an Christus erinnert – so findet er sich auch bei der brasilianischen Jesusfigur in Rio – erzählt er zugleich davon, dass unsere Angehörigen nach ihrem Tod auf uns warten und wir mit dem eigenen Tod wieder vereint sein dürfen. Auch Menschen, die keine christlichen Wurzeln haben, können diesen Gestus als ausgesprochen tröstlich und schützend empfinden, wenn sie an einem Grab stehen.

Eine weitere Bedeutung spirituellen Hintergrunds ist in dem „T“ zu sehen, wenn es an das „Tau“ als letzten Buchstaben im griechischen Alphabet erinnert. Dieses Tau-Kreuz wurde bereits in den christlichen Ursprungskirchen als Erlösungssymbol gewählt, wovon die Schriften des Ezechiel und des heiligen Johannes sprechen. Dieses Kreuz ist Zeichen zweier bis heute existierender Ordensgemeinschaften, der Franziskaner und der Antoniter. 

Wer sich für ein solches Tau-Kreuz als Grabmal entscheidet, der findet sich demnach in einer jahrhundertealten christlichen Tradition wieder. Möglichkeiten der weiteren Gestaltung sprechen auch für seine Verwendung. Es kann als großes Denkmal auf einer Familiengruft aufgestellt werden, während darunter auf personalisierten Tafeln einzelner Verstorbener gedacht wird. Doch auch ein Feld verschieden großer T-Steine unterschiedlicher Gestaltung vermittelt ein eindrucksvolles Bild. Mit einem solchen Stein erweist man den verstorbenen Angehörigen die gebührende Ehre.