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Grabmal - historisch

Die historischen Ursprünge des Grabmals sind in der Antike zu finden. Im Unterschied zu heute wurden die Toten der Römer nicht abgeschlossen auf Friedhöfen bestattet, sondern entlang großer Straßen. Diese befanden sich meist vor den Toren der Stadt und waren Hauptverkehrsstraßen. Es war im Römischen Reich per Gesetz verboten, innerhalb der Stadtgrenzen Tote zu begraben. Gemeinschaftliche Nekropolen oder einzelne Familiengräber, Mausoleen genannt, bildeten die sogenannten Gräberstraßen. Ein imposantes Beispiel wurde unter dem Petersdom in Rom freigelegt. Auch außerhalb Pompejis gab es beeindruckende Gräberstraßen. Die größte Nekropole fand sich in Richtung Nocera. Nach römischem Brauch wurden den Toten gerne Abschiedsgeschenke mit in ihre letzte Ruhestätte gegeben. 


Die Grabstätten wurden um zahlreiche Monumente und Tempelbauten ergänzt. Das römische Brauchtum stehender Grabmäler wurde durch die Ausdehnung des Römischen Reiches verbreitet. So erreichte es auch das Christentum, das diese Sitte übernahm. Auch diese beerdigten ihre Toten zunächst außerhalb der Stadt. Da jedoch die Kirche dazu genutzt wurde, um für die Seelen der Verstorbenen zu beten, wurden vereinzelt Tote auf dem Grundstück des Gotteshauses beigesetzt. Um diesen meist adeligen oder wohlhabenden Personen zu gedenken, platzierte man eine Grabplatte auf der Beerdigungsstätte. Diese wies in der Regel neben einer Inschrift das Relief eines Bildes des Verstorbenen auf. Verwendung fanden überwiegend steinerne Materialien, aber auch Metalle waren möglich. War der Platz des Grundstücks erschöpft, gingen die Verantwortlichen darin über, die Platten senkrecht aufzustellen, wie wir es heute kennen. 

Auch im antiken Griechenland bildeten sich die Totenstädte außerhalb der Stadt. Die Gräber waren überwiegend in Familienbesitz. Einzig Soldatengräber finanzierte der Staat. Steine, die neben oder auf den Totenstätten platziert wurden, erinnerten durch die Namen der Toten an deren Leben. Diese Grabstelen setzten sich durch und wurden mit den Jahren immer detailreicher gestaltet. So entstanden prächtige Reliefs und originalgetreue figürliche Darstellungen. Die Bestattung eines Toten wurde im antiken Griechenland sehr ernst genommen. Wer sich nicht in angemessenem Umfang um seine Toten kümmerte, beging nach damaliger Ansicht eine Sünde. Im Kult um die Verstorbenen sind also immer auch die Sitte und das Wesen einer Kultur zu erkennen. 

Der Totenkult im Alten Ägypten mit seinen Bestattungsriten ist auch heute noch vielen bekannt. Um die verstorbenen Pharaonen zu schützen, wurden diese sorgfältig mumifiziert. In prächtigen Sarkophagen übergaben ihn die Angehörigen wohlbehütet der Götterwelt. Das Totenbuch des Neuen Reiches ermöglichte es in späteren Jahren auch dem "gewöhnlichen" Ägypter, mumifiziert dem Tod übergeben zu werden. Begleitet wurden die Totenfeiern von magischen Ritualen. Die Särge waren zunächst kastenförmig, später wurden sie der menschlichen Form angeglichen. Als Grabmal wurden in der frühen Geschichte flache Mastabas genutzt. Prächtiger waren die berühmten Pyramidengräber, in denen in der fortgeschrittenen Antike die Toten bestattet worden sind.