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anonyme Bestattung

 

Die Zahl der Menschen, die sich eine anonyme Bestattung wünschen, steigt stetig. In den Großstädten liegt der Anteil bereits bei bis zu 50 Prozent. Bei einer anonymen Beisetzung wird die Urne mit der Asche des Verstorbenen an einer dafür vorgesehenen Stelle des Friedhofs beigesetzt, ohne dass Namen und Lebensdaten für die Nachwelt auf einem Grabmal sichtbar sind. Das gilt auch, wenn der Leichnam in einem Sarg beerdigt wird. Oft sind dafür auf dem Friedhof Rasenflächen für eine anonyme Beisetzung reserviert. Da Name, Geburts- und Sterbedatum des Verblichenen nicht ersichtlich sein sollen, wird in der Regel auf ein Grabmal verzichtet.

Eine abgewandelte Form der anonymen Bestattung ist die Seebestattung. Hierbei wird die Urne an einer bestimmten Stelle auf offener See versenkt. Nach einer bestimmten Zeit löst die Urne sich vollständig auf. In anderen Ländern ist es Brauch, die Asche an Land zu verstreuen. Warum viele Menschen zu Lebzeiten eine Bestattung ohne Grabmal verfügen, ist wissenschaftlich nicht abschließend untersucht. Als ein Argument werden die Kosten für eine Beisetzung genannt. Es wird dabei im Zusammenhang mit der vom Gesetzgeber vollzogenen Abschaffung des Sterbegeldes gesehen. Kritiker sehen in der Vielzahl anonymer Bestattungen eine Funktionalisierung des Todes und einen Verfall der Bestattungskultur. Aber Verstorbene, die keine Angehörigen haben, werden eher eine anonyme Bestattung ohne Grabmal vorziehen. Sie können dann sicher sein, dass ihre letzte Ruhestätte trotzdem entsprechend gepflegt wird.

In der Tat erschwert ein anonymes Grab ohne Grabmal den Hinterbliebenen, von einem geliebten Menschen Abschied zu nehmen. Die Gegner einer anonymen Bestattung sehen nur in einer individuellen Bestattung mit einem Grabmal, der Namen und Daten des Toten offenbart, den Ausdruck wahrhaftiger Trauer. In diesem Zwiespalt stecken vermutlich auch viele Hinterbliebene. Einerseits gilt es, den letzten Wunsch des Verstorbenen zu respektieren. Auf der anderen Seite soll gebührend und würdevoll an den geliebten Menschen erinnert werden. Aber auch eine anonyme letzte Ruhestätte kann mit einem Grabstein geschmückt werden. Auf einem Grabstein muss schließlich nicht zwangsläufig der Name des Verblichenen stehen. Eine individuell gestaltete Gravur, die vielleicht auf eine Besonderheit des Toten hinweist, wahrt die Anonymität des Verstorben. Zugleich bleibt den Hinterbliebenen ein sichtbares Zeichen für ihre Trauer und zur Erinnerung an den Toten.